Apple – ein Unternehmen für sich – Teil 3

Mit diesen beiden Einschätzungen sind die behandelten Punkte in der Reportage wohl abgearbeitet und wir kommen zu der Fairness von Apple… Und dazu lässt sich wohl nur eines sagen: absolut unfair und teilweise menschenverachtend. Ja, leider. Die Arbeiter wohnen teilweise auf engstem Raum zusammen, haben nicht gerade humane Arbeitszeiten und müssen sich manchmal sogar das Bett teilen. Auch das hat mich zum Nachdenken bewegt und ich muss sagen, dass mich das natürlich geschockt hat und ich auch die Leute, die Apple komplett ablehnen, verstehen kann und trotzdem möchte ich auf diesen Luxus und die Einfachheit, die diese Marke mir bietet, nicht verzichten.


Das klingt verwöhnt und völlig daneben, aber ich kann es nicht anders ausdrücken und ich bin auch der Meinung, dass man etwas für die Arbeiter von Apple tun sollte- aber kann man damit überhaupt etwas erreichen, wenn eine so breite Masse hinter diesem Konzern steht und diesen unterstützt? Es gibt Initiativen, wie ich gesehen habe, und diese werde ich unterstützen. Ich bin aber längst nicht mehr die begeisterte Person vom Anfang, die die Geräte und die Philosophie in Schutz nimmt (wie man es ja doch anfangs macht, wenn man neue Errungenschaften hat und sie verteidigen möchte vor denen, die es für schlecht halten).

Ich dachte auch immer, Apple wäre eigentlich so richtig erst in den letzten zehn Jahren „berühmt“ geworden, aber wenn man alte Serien oder Filme guckt, sogar da werden schon MacBooks benutzt und in die Kamera gehalten. Ich denke, es ist eine Gradwanderung bei diesen Produkten. Einerseits wissen wohl alle, was es ihnen für eine einfache Benutzbarkeit beschert aber auch, was es bedeutet, dass die Arbeiter für einen Hungerlohn unter menschenunwürdigen Bedingungen arbeiten. Was der gesellschaftliche Druck mit den Gewohnheiten der Menschen macht, dass so teure Modelle zum Statussymbol werden und die, die es sich nicht leisten können, trotzdem diesem Druck nicht standhalten können und sich trotz fehlenden finanziellen Mitteln sich wohl oder übel auf Dauer übernehmen, muss an dieser Stelle wohl nicht erwähnt werden.

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